Interview mit Tanja Laesch, der Ideengeberin zu dem Buch "Aktionstabletts - Experimente und Spielangebote"

Erfahren Sie, wie aus einer spontanen Email zur Arbeit mit den Aktionstabletts von Erzieherin Tanja Laesch an Antje Bostelmann eine großartige Zusammenarbeit zum Buch "Aktionstabletts - Experimente und Spielangebote" entstand.

Hallo Frau Laesch, Sie haben im vergangenen Sommer eine Email an Frau Bostelmann mit dem Wunsch nach einem Praxisratgeber geschrieben. Haben Sie lange gezögert oder war das eine spontane Idee von Ihnen?

Das war eine total spontane Idee. Ich las irgendwo die Email-Adresse von Frau Bostelmann und dachte: Prima, da kann ich ja meine Fragen, die sich während der Arbeit mit den Aktionstabletts ergaben, direkt an denjenigen richten, der sich damit auskennt.

Am selben Tag noch habe ich dann eine kurze Email verfasst. Meine Vorfreude auf die Antwort war so groß und umso größer die Enttäuschung, als nach 3 Wochen noch keine Antwort kam. Aber ich gab nicht auf. Ich schrieb einfach noch eine Email. Darüber war Frau Bostelmann recht dankbar, denn meine erste Mail hatte sie wohl nicht erhalten. Jetzt war der Kontakt geknüpft und der fachliche Austausch konnte beginnen.

Wie kamen Sie auf die Idee, dem Bananenblau Verlag vorzuschlagen, ein Buch zum Thema Aktionstabletts zu veröffentlichen?

Die Idee, Krippekindern Aktionstabletts anzubieten, hat mich begeistert, seit ich darüber in einem Buch gelesen habe. Bei der Umsetzung und der Probephase in unserer Nestgruppe mit 15 Zweijährigen stellte ich allerdings fest, dass mir gezielte Anregungen zur Bestückung für diese Altersgruppe fehlten.

Bei meiner Suche sammelte ich auch aus unterschiedlichen Büchern Informationen dazu zusammen und dabei kam mir schließlich der Gedanke, dass ein Ratgeber, der nur dieses Thema zum Inhalt hätte, ein echter „Schatz“ für mich und meine Arbeit wäre.

Parallel dazu tauschte ich mich auf einer Fortbildung (zu einem anderen Thema) mit einer Krippenerzieherin über die Arbeit mit Aktionstabletts aus. Andere Teilnehmer, die davon noch nichts gehört hatten, fanden unser Gespräch sehr interessant und wurden neugierig. So kam ich zu dem Schluss, dass solch ein Buch mit Sicherheit auch bei anderen Kolleginnen auf große Resonanz stoßen würde.

Waren Sie nur Ideengeber oder hatten Sie auch Einfluss auf das Buchprojekt?

Mit großer Freude und auch ein wenig Stolz durfte ich unsere selbst erdachten Tablett-Ideen mit in die Sammlung von Bananenblau eingeben. Die Fotos davon so „professionell“ hinzubekommen, war für mich und meine Kollegin echt lehrreich und schweißtreibend. Aber wir haben es geschafft.

Ich bekam anschließend den Layoutentwurf des Buches geschickt, um Feedback darüber zu geben, ob es meiner Meinung nach ausreichend Anregungen sind, ob die Reihenfolge sinnvoll ist oder etwas fehlt oder zuviel ist.

Während dieser Zeit des Austausches hat uns Frau Bostelmann gemeinsam mit ihrer Tochter auch einen Nachmittag in unserer Einrichtung besucht. Dieses persönliche Treffen konnten wir wiederum nutzen, um über Fragen zur Krippenarbeit und Raumgestaltung mit ihnen zu sprechen.

Entspricht das Endprodukt Ihren Vorstellungen?

Ich finde, das Buch ist ein Volltreffer! Es ist sehr praxisnah und ideenreich in seinen Ausführungen. Es ist auf jeden Fall sein Geld wert. Ich habe es bereits 2x verschenkt!

3d-cover aktionstablett 72dpiWelche weiteren Praxisratgeber wünschen Sie sich für Ihre Arbeit?

Das Angebot der Bananenblau-Literatur ist schon ziemlich breit gefächert. Was ich mir noch vorstellen könnte, wäre ein Buch mit Tipps und Vorgehensweisen, Umgang mit Schwierigkeiten bei der Konzeptionsentwicklung oder ein Buch zu Teamarbeit. Aber vielleicht gibt es so etwas ja bereits und ich kenne es nur noch nicht, obwohl ich mich mittlerweile wirklich als Bananenblau-Fan bezeichnen würde. ;-)

Tanja Laesch ist stellvertretende Leiterin in der Kindertagesstätte Saarstraße in Lampertheim, Hessen.