Die Tagesdokumentation

Häufig sind Tagesdokumentationen nichts weiter als ein beschriebener DIN-A4-Zettel, der im Elternbereich, im Eingangsbereich oder in der Garderobe hängt. Diese Zettel werden leicht übersehen und enthalten oft nur eine kurze Beschreibung des Ereignisses mit dem Vermerk, dass alle viel Spaß hatten. Konkrete Informationen über die Lernerfolge der Kinder enthalten sie nicht. Daher ist es sinnvoll, eine Struktur für den Tagesrückblick oder den Tagesbericht vorzugeben.

TagesrückblickDiese sollte folgende Fragestellungen enthalten:
- Was haben wir gemacht?
- Wer war dabei?
- Was war das Lernziel?
- Was wissen die Kinder jetzt?

Diese Struktur kann auf einem Formular vorbereitet werden, das alle Pädagogen des Kindergartens verwenden. Nach dem Aushängen des Tagesberichts an der Informationswand werden diese dann in einen Ordner nach Datum einsortiert und in der Elternecke ausgestellt. So bleibt für die Eltern nachvollziehbar, welche Aktivitäten im Laufe des Monats durchgeführt wurden und welchen Wissenszuwachs es in der Kindergruppe gegeben hat.

Regeln für eine gute Tagesdokumentation:
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Eine Tagesdokumentation informiert die Eltern täglich über die wichtigen Lernereignisse der Kindergruppe.
- Die Tagesdokumentation bezieht sich auf die Gruppe. Berichte über das Lernen des einzelnen Kindes erfolgen auf anderen Wegen (Portfolio, Elterngespräch).
- Die Tagesdokumentation wird mit Fotos unterstützt. Dies bedeutet, dass die Fotos nach den abgebildeten Inhalten ausgewählt werden. Fotos von lachenden Kindergruppen helfen den Eltern wenig dabei, das Geschehen zu verstehen.
- Tagesdokumentationen ersetzen keine persönlichen Gespräche. Deshalb empfehlen wir den Erzieherinnen, die Eltern anzusprechen, um mit ihnen über das Kind, seine Lernerfolge und die Geschehnisse des Tages direkt zu sprechen.

Tagesrückblick 3Darauf ist zu achten:
- Bitte kein Kind im Tagesrückblick besonders hervorheben! Dies irritiert die Eltern und führt zu Vergleichen unter den Kindern.
- Der Inhalt des Tagesrückblickes bezieht sich ausschließlich auf die Bildungsarbeit. Organisatorische Themen, Störungen und Probleme werden mit anderen Mitteln bearbeitet wie beispielsweise dem Elternbrief, Elterngesprächen, Elternvertretern oder Teamsitzungen.
- Es muss stets eingehalten werden, was versprochen wurde: Der tägliche Rückblick muss auch jeden Tag aufs Neue erstellt und ausgehangen werden. Passiert dies nicht, wird das Vertrauen zwischen Kita und Eltern empfindlich gestört.

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